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Baumstatik

Das Sachverständigenbüro Brudi & Partner TreeConsult arbeitet ausschließlich mit baumschonenden, weitgehend verletzungsfreien Diagnoseverfahren. Invasive Methoden der eingehenden Untersuchung stehen zwar zur Verfügung, kommen aber seit Jahren nicht mehr zum Einsatz.

Unsere Diagnoseverfahren im Überblick

Ermittlung der Bruch- und Standsicherheit mit Hilfe der Elasto-Inclinomethode (Zugversuch nach WESSOLLY)

Der Grundgedanke dieser Messmethode besteht darin, dass ein Baum, ähnlich wie bei Stürmen auch, einer definierten Ersatzlast ausgesetzt wird und gleichzeitig die Reaktion der Holzfasern (Dehnung, Stauchung) und die Verankerungskraft der stammnahen Wurzeln (Wurzeltellerneigung) mit hochauflösenden Messinstrumenten gemessen wird.
Aus einer fotografischen Gesamtaufnahme des Baumes werden die Umrisse der Krone digitalisiert und die auftretenden Windkräfte und Biegemomente analysiert. Für die Berechnungen wird ein Winddruck angenommen, der bei einer Windgeschwindigkeit von 117 km/h entsteht (Windstärke 12 nach BEAUFORT). Dabei werden auch die aerodynamischen Eigenschaften der Baumkrone (=cw-Wert), die Rauhigkeit des umgebenden Geländes und die Luftdichte berücksichtigt.

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Statisch Integrierte Abschätzung der Grundsicherheit (SIA-Methode)


SIA-Berechnung
im Internet

Die SIA-Methode berücksichtigt als einzige Analysemethode für Praktiker alle drei Elemente der Statik (Last, Form und Material) und erfüllt somit international gebräuchliche Standards für ingenieurstechnische Sicherheitsaussagen.

Die Beurteilung der Grundsicherheit ist ein Vergleich der Last, die auf die Krone wirken kann, mit der Belastbarkeit des Stammes. Die SIA-Methode vergleicht Kronengröße und -form mit der Dicke des lastabtragenden Stammes über eine spezielle Kurve, in der LuftwiderstandsbeiWert, Winddruck und Materialeigenschaften des grünen Holzes unter Kurzzeitbelastungen, wie sie im Orkan vorkommen, berücksichtigt sind.

Diese Methode beruht auf der Erfahrung von über 2000 Gutachten über die Sicherheit von Bäumen und längjähriger wissenschaftlichen Forschungen über Sturmreaktionen von Bäumen und über Materialeigenschaften grüner Hölzer in Europa.

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>>> zur Anwendung der SIA-Methode auf Weihnachtsbäume

Untersuchung des Höhlungsgrades mit dem PICUS-Schalltomografen

Bei einer schalltomografischen Untersuchung wird die Geschwindigkeit des Klopfschalls zwischen Sensoren ermittelt, die auf einer Ebene am Stamm angebracht werden. Dabei können diejenigen Bereiche erfasst werden, in denen sich der Schall schnell ausbreiten kann, und von anderen Bereichen abgegrenzt werden, in denen die Schallgeschwindigkeit signifikant reduziert ist. Da die Ausbreitungs des Körperschalls im Holzkörper von Elastizitätsmodul und Rohdichte der durchschallten Holzfasern abhängt, können die meisten Schäden, welche die Bruchsicherheit von Bäumen beeinträchtigen, insbesondere Höhlungen, Fäulen und Risse, sicher erfasst und ihre Ausdehnung mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden.

Aus dem Schalltomogramm lässt sich anhand der als tragfähig bestimmten Bereiche des Querschnitts mit Hilfe von Spezialsoftware das geometrische Widerstandsmoment gegenüber Biegung errechnen. Über eine Windlastanalyse und die Erkenntnisse der Baumstatik kann daraus die Bruchsicherheit in der Messebene ingenieurstechnisch abgeschätzt werden.

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